Hier sind drei Wochenpläne für Kinder zum Ausdrucken: einer zum Ausfüllen, einer mit großen Symbolen für Kinder, die noch nicht lesen, und die Checklisten für Morgen und Abend. Alle als PDF, kostenlos, ohne Anmeldung – auch für Kita, Schule und Beratung. Die Downloads stehen gleich unter diesem Text; darunter erklären wir, wie ihr den Plan gemeinsam ausfüllt und wo er hängen sollte.
Ein Wochenplan ist das einfachste Werkzeug, das es im Familienalltag gibt: ein Blatt Papier, das dem Kind sagt, was heute dran ist, ohne dass jemand es sagen muss. Die Stadt Hannover empfiehlt ihn Eltern von Erstklässlern mit einem schlichten Satz: „Ein Wochenplan hilft Ihrem Kind selbstständig zu werden.“
Welche Vorlage für welches Kind
| Vorlage | Für wen | Besonderheit |
|---|---|---|
| Wochenplan zum Ausfüllen | Kinder ab etwa 6, die lesen lernen | Symbol-Feld zum Selbermalen, Markierung „gehört dazu / Extra“, Zeile für ein Lob |
| Wochenplan mit Symbolen | Kinder von 3 bis 7 | Beispielwoche mit sechs großen Bildern, Kreise zum Ausmalen oder Bekleben, keine Uhrzeiten |
| Morgen- und Abendroutine | Alle, bei denen morgens oder abends das Chaos ausbricht | Je sieben Schritte in fester Reihenfolge, Kurzfassung mit ★ für schwere Tage |
So füllt ihr den Plan aus
Zusammen, nicht für das Kind. „Machen Sie den Plan mit Ihrem Kind zusammen“, rät der Einschulungskompass der Stadt Hannover – und das ist der wichtigste Satz auf dieser Seite. Ein Plan, den das Kind mitgemacht hat, ist sein Plan. Ein Plan, den die Eltern aufhängen, ist eine Anweisung.
Wenige Einträge. Drei bis fünf pro Tag, nicht mehr. Der Plan ist für das, was sonst vergessen wird: Ranzen packen, Sportbeutel, Blumen gießen, der feste Lesetermin. Was ohnehin läuft, braucht keine Zeile.
Bilder statt Uhrzeiten. Für Erstklässler empfiehlt Hannover: „Keine Uhrzeiten eintragen, weil die meisten Kinder in der ersten Klasse die Uhr noch nicht lesen können“, stattdessen „Benutzen Sie Farben und Bilder“. Das deckt sich mit dem, was die Forschung zum Uhrlesen zeigt: Volle Stunden erkennen viele mit sechs, Fünf-Minuten-Schritte mit sieben oder acht, einzelne Minuten erst mit acht bis zehn. Deshalb hat unser Wochenplan für Erstleser gar keine Zeitspalte, sondern Reihenfolgen: erst das, dann das.
Pflicht und Extra trennen. Im Wochenplan zum Ausfüllen gibt es neben jeder Aufgabe ein ○ und ein ★ zum Einkreisen. ○ heißt „gehört dazu“ – Tisch decken, Zimmer, Zähne. ★ heißt „Extra“ – etwas, das über das Übliche hinausgeht und für das es bei euch vielleicht eine Belohnung gibt. Wie ihr das aufteilt, steht in unserem Artikel Aufgaben für Kinder nach Alter.
Auch Schönes eintragen. Der Fußballtermin, der Besuch bei Oma, der Kinoabend: Hannover rät, auch die schönen Termine aufzuschreiben – „Ihr Kind freut sich darauf!“ Ein Plan, auf dem nur Pflichten stehen, hängt bald unbeachtet.
Wo der Plan hängt
Dort, wo das Kind handelt, und in seiner Augenhöhe. Der Forscher Russell Barkley, einer der bekanntesten Fachleute zu Aufmerksamkeit und Selbststeuerung bei Kindern, nennt das den „point of performance“: Hilfen müssen genau dort stehen, wo das Verhalten stattfinden soll – nicht im Kopf und nicht in einem anderen Zimmer. Für den Wochenplan heißt das: Kühlschrank oder Küchentür für die Familie, Kinderzimmertür für den eigenen Plan, Badspiegel für die Morgenroutine. Laminiert oder in einer Klarsichthülle hält er länger und lässt sich mit einem abwischbaren Stift jede Woche neu nutzen.
Papier oder App?
Ehrlich: Für viele Familien reicht Papier. Ein Blatt am Kühlschrank kostet nichts, braucht keinen Strom und ist für jedes Kind sofort verständlich. Eine App wie Jonny lohnt sich in drei Situationen: wenn Eltern oft unterwegs sind und trotzdem sehen wollen, was läuft; wenn Geschwister verschiedene Pläne brauchen, die auf Papier ständig durcheinandergeraten; und wenn das Kind ein eigenes Handy hat und seine Aufgaben dort sehen soll. Viele Familien machen beides: der Wochenplan am Kühlschrank für alle, die App für das Abhaken und die Ziele.
Was dabei nicht hilft
- Der Plan der Eltern. Ein Plan, den das Kind nicht mitgemacht hat, ist für das Kind eine Liste von Erwartungen. Mitmachen lassen – auch wenn es länger dauert und die Symbole krumm werden.
- Zu voll. Ein Wochenplan mit 30 Einträgen ist kein Plan, sondern ein Stundenplan für Erwachsene. Wenige Einträge, große Felder.
- Uhrzeiten für Erstleser. „15:30 Hausaufgaben“ bedeutet einem Sechsjährigen nichts. „Nach dem Mittagessen“ schon.
- Strafspalten. Ein Wochenplan braucht Platz für Haken und ein Lob, nicht für Minuspunkte. Deshalb hat unsere Vorlage unten eine Zeile „Das war diese Woche gut“ und keine für „Das hat nicht geklappt“.
- Nur Pflichten. Wenn auf dem Plan nichts steht, worauf sich das Kind freut, schaut es bald nicht mehr hin.